Aus der Praxis: Haste ma‘ n SharePoint Template?

Mal ein paar Gedanken zur Einführung von SharePoint:

Ein Bekannter von mir, der weiß, dass ich in Sachen SharePoint unterwegs bin, sendete diese Anfrage:
Er sei für einen Branchenverband tätig und man würde die Einführung von SharePoint erwägen. Ob ich ihm nicht ein typisches SharePoint Template hätte oder empfehlen könnte?

Meine Antwort und Empfehlung lautete im wesentlichen folgendermassen:

  • Kümmert Euch zuerst um den Aufbau einer Informations-Architektur:
  • Eine Informations-Architektur beschäftigt sich weniger mit den technischen Dingen, wie man etwas im SharePoint macht, sondern es geht darum WARUM man etwas tut.
  • Ja, mag sein dass es durchaus entstpechende SharePoint Templates und Lösungen geben wird – und ich gebe zu, dass ich vor drei Jahren genauso – Entschuldigung: hilflos und planlos – danach im Internet gesucht habe.
  • Heute dagegen erkenne ich, ich, dass wir zuerst die Anforderungen und die Prozesse verstehen müssen.
  • Ein Satz, der häufig fällt, wenn es bei um die Einführung (Schulung, und Benutzerakzeptanz) von SharePoint geht ist:
    „Diskutiert nicht die technischen SharePoint Features“. “Schule keine SharePoint Features – sondern höre dem Anwender zu was er braucht, und erarbeite dann mit ihm und für ihn einen Lösungsvorschlag”.

Und das ist quasi meine Empfehlung und Antwort:

Bei der SharePoint Einführung geht es im Grunde NICHT um Sharepoint. Versuch’ gleich wieder SharePoint zu vergessen – LERNE nicht SharePoint!
Sondern hol’ Dir jemand, der SharePoint sehr tief beherrscht, und bespreche mit ihm, ob und wie Deine Anforderungen mit SharePoint umzusetzen sind.

Der typische – nicht inbedingt “ideale” – Ablauf bei der Einführung von “SharePoint” sieht doch häufig so aus:

  • Installation
  • Betrieb
  • Bedauern
  • Planen

Es können auch Experten mit ihrer Erfahrung helfen, wenn sie den Mut haben, nicht gleich loszulegen, sondern zuerst mal vorschlagen – bzw. darauf bestehen! – einen PLAN zu machen.

Ich wage zu behaupten, dass wenn ein Berater zu allem “JA und AMEN” sagt, was der eher unerfahrene Kunde so vorhat und kaum auch mal widerspricht – und wenn der Berater nicht als erstes versucht, die Informations-Architektur zu untersuchen und zu planen, dann wird das Projekt diesen typischen Ablauf nehmen.

 

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